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Die Senioren-Kulturinitiative lädt ein: Nachmittags in den Ernst-Reuter-Saal16 Jahre ist es nun her, dass ein ehrenamtliches Team von Menschen im Ruhestand ehrenamtlich die unterhaltenden Nachmittagsprogramme im Ernst-Reuter-Saal organisiert. Es ist fast „selbstverständlich“ geworden, dass die Senioren-Kulturinitiative in eigener Verantwortung, und dies erfolgreich, Veranstaltungen plant und durchführt.
Senioren-Kulturinitiative - der Name drückt aus, was vor 14 Jahren geschah: Der Veranstaltungsdienst des Bezirksamtes Reinickendorf wurde aus Kostengründen aufgelöst. Aber viele Besucher der von ihm angebotenen Programme wollten auf die liebgewordene Tradition nicht verzichten.
Einige von ihnen packten die Aufgabe an und bildeten gemeinsam mit Dieter Burkhard Heldt ein Team der Entschlossenen. Ein Kulturverein, die Senioren-Kulturinitiative Reinickendorf, wurde gegründet. Programmorganisation, Kartenverkauf, Einlass, Saal- und Bühnendienste - alles wird seither von den jetzt elf Mitgliedern der Kulturinitiative gemeinsam geplant und realisiert. Gut besuchte, oft ausverkaufte Veranstaltungen ermöglichen es, alle Kosten über die Eintrittskarten zu decken - und dies, mit Rücksicht auf die Zielgruppe, bei nach wie vor moderaten Preisen. Hiervon müssen alle Kosten bestritten werden, von der Gage für die Künstler bis hin zur Saalmiete, Versicherungen, Sozialabgaben und natürlich auch Steuern. Alle Einnahmen werden wieder in neue Aktivitäten investiert.
Mit mehr als 380 Veranstaltungen und rund 275 000 Besucherinnen und Besuchern hat der Verein gezeigt, dass Nachmittagsveranstaltungen der leichten Muse mit hohem künstlerischem Anspruch auch ohne staatliche Zuschüsse zu realisieren sind.
Vom Zuspruch des Publikums bestärkt und durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt ermutigt, kann sich die Kulturinitiative nur vornehmen: Weiter so!
Den Programmplanern der Senioren-Kulturinitiative über die Schulter geschaut
Elf gutgelaunte Frauen und Männer, die die 60 hinter sich gelassen haben, sitzen nachmittags bei Kaffee und Keksen und scheinen zwanglos zu plaudern. Doch sie sind mitten in ernsthafter Arbeit: Sie planen unterhaltsame Nachmittage, das Programmangebot für ihre älteren Mitbürger im Ernst-Reuter Saal. Hierfür steht seit Jahren ein Name: Senioren-Kulturinitiative.Die elf, die als kleiner aber effizienter Verein den ehrenamtlichen Veranstaltungsdienst von der Planung über den Kartenverkauf bis zu den Einlass- und Saaldiensten in eigener Verantwortung betreiben, haben sich auch für das 1. Halbjahr 2012 viel vorgenommen. Ihr Vorteil: Sie planen für Ihresgleichen, wissen genau, was bei ihrem älteren Nachmittagspublikum am besten "ankommt". Reichlich Fingerspitzengefühl erfordert die Zusammenstellung des Programms. Denn der Geschmack der 60-jährigen und der 85-jährigen, zwischen denen immerhin eine ganze Generation liegt, kann recht weit auseinander gehen. Da gibt es Bewährtes, das jedes Mal Freude bringt wie das Seniorenorchester Reinickendorf. Die erfahrenen Konzertmusiker unter der Leitung von Herta Schmidt und Günter Krause spielen Musik, die bei ihren älteren Fans besonders Anklang findet. So sind auch die traditionellen Konzerte in der Weihnachtszeit nicht wegzudenken. Ebenso nicht wie die Veranstaltungen des Clubs der Lebensfrohen "Schmidtn`s Varieté".
Für musikalische Vielfalt sorgen überdies unterschiedlichste Orchester wie das Brandenburgische Konzertorchester, die Oranienburger Schlossmusik und das Bundespolizeiorchester Berlin, das sich in die Herzen der Besucher gespielt hat. Und wenn sich die Big Band angesagt hat, die Swing-Klassiker der 30er bis 50er Jahre spielt, ist ein ausverkaufter Saal fast garantiert. Aber das Angebot muss auch mit weiteren attraktiven "Bonbons" gefüllt sein, bei dem die "Jungsenioren" auf ihre Kosten kommen: Musik-Shows mit der Musik von Bill Haley, traditionelle Gastspiele von Berliner Kabaretts, eines Travestie-Theaters sowie die Shows von Western Union & Larry Schuba, runden die Programme ab. Und so ist die Devise der Programmplaner: Spielen was gefällt mit künstlerischer Qualität zu nach wie vor bescheidenen Eintrittspreisen.
Muss man nun noch betonen, dass die Eintrittskarten bei dem treuen Publikum wieder sehr gefragt sein werden? Und nachmittags in den Ernst-Reuter Saal
Veranstaltungen von Senioren für Senioren
Wenn mitten in der Woche an einem Nachmittag vor 15.00 Uhr ein paar hundert festlich gekleideter Menschen den Platz vor dem Ernst-Reuter-Saal bevölkern, dann strömen sie in eine Veranstaltung der Senioren-Kulturinitiative Reinickendorf (SKI). Traditionell erfreuen sich diese unterhaltsamen Nachmittage bei den älteren Mitbürgern großer Beliebtheit. Oft sind die mehr als 700 Eintrittskarten schon im Vorverkauf restlos vergeben. Die vielen Stammbesucher wissen es inzwischen zu schätzen, dass dieser Kartenverkauf ehrenamtlich von den Mitgliedern der Senioren-Kulturinitiative geleistet wird - ebenso wie die Einlass-, Saal- und Bühnendienste bei allen Konzert-, Varieté- und Theateraufführungen, zu denen sie einlädt.
Dieter Burkhard Heldt, 1. Vorsitzender des Vereins und von Beginn an Ratgeber und Partner der Kulturinitiative, spricht aus Erfahrung: "Diese engagierten, kulturbegeisterten Senioren haben seit 1997 die Fortsetzung einer durch viele Jahre beliebten Reinickendorfer Tradition gesichert: Das Angebot kostengünstiger Veranstaltungen mit hohem künstlerischen Niveau für die ältere Generation.Die Kulturinitiative will die Bedürfnisse des Publikums aufnehmen und nach Möglichkeit bei den Angeboten und im Service umsetzen. Denn auf die Gunst des Publikums ist der Verein in seinem Fortbestehen angewiesen. Das Erfolgsrezept: Mit unterhaltsamen Veranstaltungen auf hohem künstlerischem Niveau gewinnen wir die Sympathie unseres Publikums. Darauf sind wir stolz und sehen uns in unserer Arbeit bestätigt."
Voraussehbar ist, dass auch künftig an bestimmten Tagen nachmittags gegen drei die 700 festlich gekleideten Kulturgenießer in den Ernst-Reuter-Saal strömen.
Danke unserem treuen Publikum!
"Wir haben ein großartiges Publikum!" stellt die "Senioren Kulturinitiative" (SKI) immer wieder voller Freude fest. Denn die Veranstaltungen, die von der Initiative organisiert werden, sind trotz oder vielleicht auch gerade wegen der (nicht nur) für Senioren wirtschaftlich ungewisse Zeit stets gut besucht. Das wiederum macht den Mitgliedern der Initiative, die ja alle ehrenamtlich tätig sind, viel Mut. Sie werden sich weiter dafür engagieren, dass im Ernst-Reuter-Saal regelmäßig ein attraktives, speziell auf die Vorlieben und Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmtes Kulturprogramm geboten wird. So beginnen beispielsweise sämtliche Veranstaltungen der SKI bereits nachmittags, und die Eintrittspreise werden so niedrig gehalten, wie es eben noch vertretbar ist, ohne Verlust zu machen. Diese schwierige Gratwanderung ist der "Senioren Kulturinitiative" bisher bravourös gelungen.
Eveline Tröst, Schatzmeisterin der Senioren-Kulturinitiative, schaut zufrieden über den Rand ihrer Brille. Soeben hat sie die Kalkulation des Programms für das 1. Halbjahr 2012 zusammengestellt. "Wenn uns die Besucherinnen und Besucher treu bleiben" sagt sie optimistisch, "wird es schon klappen". Als Verein muss die Senioren Kultur Initiative ja vor allem auch finanziell "auf eigenen Füßen stehen". Darum ist es besonders erfreulich, dass die Bilanz ausgewogen ist, also die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt sind.
Damit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Fortbestehen der Senioren KulturInitiative gegeben. Und sofern das Publikum auch künftig seiner SKI die Treue hält, darf man auf viele weitere Veranstaltungen im Rahmen des beliebten Seniorenprogramms gespannt sein.
